Therapien

Krankengymnastik

Die Krankengymnastik oder Physiotherapie steht für ein sehr breites Behandlungsspektrum und beeinflusst je nach Diagnose Muskelaktivitäten, Gelenkbeweglichkeit oder Körperwahrnehmung. Die Behandlung erfolgt immer zielorientiert und an die individuellen Funktions- und Aktivitätseinschränkungen des Patienten angepasst, welche zu Beginn der Behandlung in Form eines Befundes ermittelt und im weiteren Verlauf der Therapie ständig kontrolliert werden.
Verordnung: KG

Neurologische Krankengymnastik

Die neurologische Krankengymnastik wird bei Krankheitsbildern, bei denen eine Schädigung der neuronalen Strukturen – also der Nerven – vorliegt, verordnet. Die neurologischen Behandlungskonzepte zielen auf Regeneration oder Erhalt der neuronalen Strukturen hin. Dies betrifft in der Regel die motorischen oder sensiblen Funktionen. In den Behandlungen wird über spezielle Techniken mit dem Patienten eine Optimierung oder Verbesserung dieser Funktionen erarbeitet.
Verordnung: KG-ZNS

Manuelle Therapie

Die manuelle Therapie ist eine krankengymnastische Behandlungstechnik, die sich im weitesten Sinne mit der Verbesserung von gelenkigen Bewegungseinschränkungen beschäftigt. Dies kann zum Beispiel ein großes Gelenk wie die Hüfte oder Schulter betreffen, genauso wie ein kleines Facettengelenk der Halswirbelsäule oder ein Gelenk der Handwurzel. In diesen meist passiven Einheiten werden schmerzhafte Bewegungs- und/oder Funktionseinschränkungen behandelt.
Verordnung: MT

Manuelle Lymphdrainage

Die MLD befasst sich mit allen Arten von Abflussstörungen der Lymphflüssigkeit. Es gibt unterschiedlichste Krankheitsbilder, bei denen es primär oder sekundär zu einer solchen Störung kommen kann. Auffälligstes Merkmal sind ödematöse Veränderungen, das heißt Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe. Die manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte, aber äußerst wirksame und wichtige Therapie, die entscheidend zu einem verbesserten Abtransport dieser Flüssigkeit beiträgt. Je nach Bedarf wird die betroffene Extremität mit einer Kompressionsbandage versehen.
Verordung: MLD 30 / MLD 45 / MLD60 (bei Bedarf +Kompression)

Osteopathie

Osteopathie ist eine ganzheitliche manuelle Medizin, bei der man mit den Händen Funktionsstörungen bzw. Bewegungseinschränkungen diagnostiziert und behandelt. Der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still ( 1828-1917 ) begründete vor über 130 Jahren die Osteopathie. Die Geschichte der Osteopathie in Deutschland ist relativ jung: In den 1950er Jahren hatten vereinzelt Heilpraktiker angefangen osteopathische Techniken zu praktizieren, die sie im Ausland erlernt hatten. Ganzheitlich bedeutet, dass man in der Osteopathie den ganzen Organismus untersucht und behandelt. Dabei teilt man ihn in drei Teilbereiche:

1) die Parietale Osteopathie- der Bewegungsapparat
2) die Craniosakrale Osteopathie- Schädel, Gehirn und Rückenmark
3) die Viszerale Osteopathie- die inneren Organe

Die besondere Bedeutung der Osteopathie liegt im Auffinden und Behandeln der Ursachen der Beschwerden und nicht alleine in der Beseitigung der Symptome. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass der Ort der Behandlung von der Stelle der Symptome ganz deutlich abweichen kann.

Massage

Die medizinische Massage unterstützt in einzigartiger Form die Stoffwechselanregung im Gewebe, besonders die Muskulatur profitiert erheblich davon und kann nach entsprechenden Behandlungen wieder funktioneller arbeiten. Diese Weichteiltechniken werden von uns in Intensität und Anwendung auf das jeweilige Beschwerdebild des Patienten abgestimmt um zu einem optimalen Ergebnis zu kommen.
Verordnung: KMT

Wärme/Kältetherapie

Diese thermischen Reize werden von uns meist unterstützend zu anderen Maßnahmen verwendet. Auch hier ist das Ziel die Stoffwechselanregung, Schmerzlinderung und Verminderung von Spannungszuständen.
Verordnung: WT / Eis /Einmal-Naturmoor-Fango / Heiße Rolle

Ultraschalltherapie

Diese Form hat nichts mit dem bildgebenden Verfahren, wie vielleicht aus Schwangerschaften bekannt, zu tun. Es handelt sich dabei vielmehr um eine Anwendung, die in hervorragender Art und Weise Einfluss auf die Erwärmung und Heilungsförderung von tief liegenden Gewebsstrukturen hat. So haben wir damit sehr gute Erfolge bei Verletzungen von Knochen – Sehnenübergängen (bsp. Tennisellenbogen) oder Lösen von älteren Narbengeweben.
Verordnung: US / Phonophorese

Elektrotherapie

In der Elektrotherapie verfügen wir über viele Behandlungsmöglichkeiten: von den so genannten TENS Strömen über hochvoltare Anwendungen, Iontophorese bis hin zu muskelstimulierenden Strömen. Meist wird die Anwendung unterstützend zu anderen Therapieformen ausgeführt und individuell auf die Bedürfnisse des Therapieziels abgestimmt.
Verordnung: ELO

Schlingentisch / Traktion / Extension

Alle diese Begriffe vereinen ein Ziel: Strukturelle Entlastung durch Zug. Dieser kann manuell durch den Therapeuten ausgeführt werden oder mit Hilfe von Geräten wie dem Schlingentisch, der uns eine optimale Lagerung des Patienten bei bestimmten Beschwerdebildern ermöglicht.
Verordnung: Schlingentisch / Traktion / EXT

Sportphysiotherapie

Diese Therapieform umfasst die physiotherapeutische Förderung zur Wiederherstellung oder Verbesserung einer sportlichen Leistung und kann nach Verletzungen genauso wie zur Prophylaxe oder zur Verbesserung von Technik, Ausdauer Kraft und Beweglichkeit eingesetzt werden.

Kinesiotaping

Diese „bunten Klebebänder“, die immer häufiger durch den Profisportbereich bekannt werden, haben – je nach Anlageform- einen korrigierenden, schützenden oder stimulierenden Einfluss auf Muskulatur, Sehnen, Gelenke oder das Gewebe. Der große Vorteil dieser allergiefreien Tapes ist, dass die Behandlung im Prinzip über die gesamte Dauer der Anlage ausgeübt wird, also auch im Freizeit- und Alltagsbereich des Patienten.


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